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Kommt die Lebensfreude wieder?

Die Lebensfreude ist unser kostbarstes Gut. Doch wie kann sie wieder entfacht werden wenn sich Körper, Geist und Seele nicht mehr im Gleichgewicht befinden?

Das Leben besteht aus guten und auch aus schlechten Phasen. Manchmal geht es uns aber nicht nur kurzzeitig nicht so gut sondern über eine längere Zeit. So eine Situation darf nicht anhalten, sonst entstehen in uns Blockaden die uns für den Rest unseres Lebens begleiten können und schwer wieder aufzulösen sind.

Hier einige Tipps, wie wir unsere Lebensfreude wieder zurückholen und steigern können.

Etwas gesunder Egoismus
Ein weiser Mann hat einmal gesagt Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst. Er hat nicht gesagt, dass wir andere mehr lieben sollen wie uns selbst sondern zunächst auch an uns denken sollen. Nur wenn wir selbst über inneren geistigen Reichtum verfügen können wir auch anderen davon etwas abgeben. In einer Zeit des Leistungsdrucks und der sozialen Isolation müssen wir uns immer wieder klar machen, dass es in erster Linie um unser eigenes Wohlbefinden geht. Gönnen wir uns möglichst viele Auszeiten und machen wir uns selbst kleine Geschenke. Dinge, die wir schon immer einmal tun wollten, haben in einer Phase der Niedergeschlagenheit höchste Priorität. Etwas gesunder Egoismus, nicht immer für andere zu Diensten sein müssen – einfach das Bewusstsein, dass wir nicht in erster Linie für andere leben sondern erst einmal für uns selbst.

Die Alltagssituation unterbrechen
Manchmal sorgt eine eintönige Alltagssituation, dass wir uns immer wieder mit unseren Sorgen und Problemen beschäftigen. Der Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe und die Gedanken werden fortlaufend wie die stürmischen Wellen des Meeres aufgepeitscht. In dieser Situation hilft es, einmal aus unserem Leben auszubrechen und auf ganz andere Gedanken zu kommen. Einfach einmal etwas ganz anderes tun, vielleicht ein Kurzurlaub, einen Einkaufsbummel in einem uns noch unbekannten Ort oder einfach mal etwas Verrücktes tun.

Selbstvergebung
Wenn wir uns nicht selbst vergeben nagen Selbstvorwürfe und Selbstzweifel immer weiter an uns. Lassen wir uns nicht von anderen einreden, dass wir in irgendeinem Punkt versagt haben. Wir sind auch nicht verpflichtet ständig die Erwartungshaltung anderer 100%ig erfüllen zu müssen. Es bringt natürlich auch nichts, ständig anderen die Schuld für unsere Unzufriedenheit zu geben. Wer anderen die Schuld gibt, gibt anderen die Macht über uns. Die Macht über unser Leben sollten wir schon selbst behalten und für unser Glück auch selbst die Verantwortung übernehmen. Vergeben wir uns selbst und fragen wir uns, warum wir in der Vergangenheit Fehlergemacht haben und welche Nutzen wir daraus gezogen haben. Aus Fehlern lernen wir und wenn wir in der Lage sind, auch unsere Fehler dankbar anzunehmen und daraus zu lernen dann können uns auch spätere Fehlschläge nicht mehr so schnell aus der Bahn werfen. Jede negative Erfahrung bringt uns auch irgendeinen Nutzen – wenn wir uns selbst vergeben und auch bereit sind, aus ihnen zu lernen. Ein erfolgreicher Fussballspieler mit dem Rekord der meisten Tore hält auch immer gleichzeitig den Rekord im Danebenschießen.

Sich attraktiv und geliebt fühlen – nach einer Trennung
Wenn die Lebensfreude wegen einer unglücklichen Partnerschaft leidet ist es wichtig, dass wir uns unsere eigenen Stärken und unserer eigenen Schönheit bewusst werden. Wenn wir einmal von unserem Partner verlassen werden können schnell Gefühle des nicht-angenommen-Sein und auch Selbsthass entstehen. Machen wir uns eine Liste von Eigenschaften die an uns einzigartig sind und die kein anderer Mensch zu bieten hat. Wenn andere unseren Wert nicht zu schätzen wissen muss das nicht automatisch für uns eine Bedeutung haben. Machen wir uns klar, wie wir das Leben unseres Partners bereichert haben und wie viel Kraft, Liebe und Glück wir unseren Partner gegeben haben. Je mehr wir uns wieder selbst lieben desto schneller sind wir auch wieder offen für eine neue Beziehung.

Feiern und Spaß haben
Es gibt eine Zeit zum Arbeiten und eine Zeit der Erholung. Manchmal brauchen wir auch eine intensivere Ablenkung, z.B. ein Ausflug mit Freunden, Kino oder ein Theaterbesuch. Es muss nicht immer ein Festgelage sein, aber Musik, Tanz und Heiterkeit gehören zum Leben einfach dazu. Besuchen wir Freunde oder Verwandte, gehen wir auf neue Menschen zu und suchen wir neue Bekanntschaften. Ein erlebnisreiches Wochenende kann manchmal sehr hilfreich sein, um die Sorgen und Spannungen des Alltags einmal hinter uns zu lassen. Danach lösen sich oft viele sorgenvollen Gedanken einfach in Luft auf. Wer es versteht zu feiern und sich gelegentlich mal abzulenken ist meistens auch ausgeglichener und zufriedener.

Sport treiben oder Yoga
Sport und Bewegung erzeugen Endorphine und Glücksgefühle hervor. Jeder Mensch kann Sport machen, für ältere Menschen bietet sich z.B. Sitz-Yoga an. Leichte Dehn- oder Streckübungen entspannen uns und regen den Kreislauf an. Zudem sendet unser Körper uns Signale aus, dass wir ihn eigentlich noch besser nutzen als wir es im Alltag gewöhnlich tun. Das erzeugt auch ein Gefühl von Euphorie und Selbstbestätigung. Zudem hilft uns Sport auch einmal auf ganz andere Gedanken zu kommen und das Karussell im Kopf einmal anzuhalten. Wir können alleine Sport treiben oder auch gemeinsam mit anderen Menschen.

Aufbauende Gespräche
Manchmal ist es enorm erleichternd mit einer verständnisvollen Person über unsere Gedanken zu sprechen. Auch das gemäßigte Lästern über andere Menschen ist manchmal durchaus angebracht. Der Gedankenaustausch hilft uns, unsere eigenen Gedanken zu reflektieren und Selbstbestätigung zu gewinnen.

Wellness
Lassen wir uns doch einfach mal verwöhnen – Entspannungsangebote wie z.B. autogenes Training, Meditation oder Sauna und Massage müssen nicht teuer sein. Zur Not tut es auch eine Maniküre oder ein etwas intensivere Friseurbesuch.

Bewusste Ernährung
Manchmal leidet unsere Lebensfreude an der falschen Ernährung. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln ist gut für die Gesundheit und kann unsere Lebensqualität entscheidend anheben. Besonders zu fettiges und billiges Essen kann uns belasten und ungesund machen. Gelegentlich ist es aber auch ein Mangel an bestimmten Stoffen in unserem Essen der zu einer anhaltenden Unzufriedenheit führt – hier kann ein Ernährungsberater, z.B. ein darauf spezialisierter Arzt, wertvolle Hinweise geben was für uns persönlich am besten ist.

Etwas Verrücktes tun
Manchmal müssen wir auch mal das Kind wieder in uns entdecken. Spontan ausgehen, in einen Malkurs gehen oder anfangen, ein Musikinstrument zu lernen. Tun wir einfach mal etwas verrücktes und probieren etwas Neues aus. Es muss nicht unbedingt gleich der Fallschirmsprung sein, wichtig ist, dass wir mal etwas komplett Neues ausprobieren und wieder mehr Lebensfreude dadurch erreichen.

…es kommt auf die Abwechslung an. Wenn wir viel Zeit haben so sind vielleicht einige Stunden Gartenarbeit, Sport oder konzentrierte Fleißarbeit ein besserer Ausgleich für uns. Wenn wir zuviel arbeiten kann die Lebensfreude leiden und wir brauchen regelmäßige Entspannungs- und Erholungspausen für den Ausgleich. Notfalls sollten wir uns einen lieben Menschen suchen der uns dabei hilft das geeignete Werkzeug zu finden.

Spaß und Freude sind wichtig und haben ihren Stellenwert – aber alles in Maßen (nicht massen). Auch die Hinwendung zu spirituellen Themen helfen uns dabei, Körper, Geist und Seele wieder in Harmonie zu bringen – dann kommt die Lebensfreude bald wieder zurück. Manchmal liegt das Glück genau vor uns und wir trauen uns einfach nicht, einmal herzhaft zuzugreifen.