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Traumdeutung weinen

Was für eine emotionale Erfahrung im Traum weinen zu können. Vielleicht sind es Traumtränen der Trauer, vielleicht auch der Rührung. Die Traumdeutung spricht beim Weinen im Schlaf auch von der Auflösung emotionaler Blockaden und Hemmungen.

Wir weinen immer dann wenn die Emotionen den Grad unserer Belastungsgrenze übersteigt. Manchmal ist die Emotion Trauer weil uns etwas wichtiges und wertvolles genommen worden ist, manchmal sind es aber auch Emotionen der Rührung. Auch Freudentränen sind im Traum möglich, z.B. wenn wir im Traum plötzlich einem lieben Angehörigen oder Freund begegnen, der längst verstorben ist oder mit dem wir uns ernstlich gestritten haben.

Verlustängste, z.B. vor dem Verlassensein oder dem Beziehungsende der Partnerschaft können ebenfalls im Traum zum weinen führen. Daran erkennen wir was uns unsere Partnerschaft eigentlich bedeutet.

Die Freudentränen sind natürlich positiver zu werten, allein weil unser Unterbewusstsein im Traum Freudentränen erwartet – oft folgen dem Freudentränen im Traum später Freudentränen im wirklichen Leben.

Bei Tränen des Verlustes und der Trauer übersteigen unsere Gefühle ebenfalls unsere emotionale Toleranzgrenze. Allerdings hat das Weinen eine enorm befreiende Qualität. Weinen lässt negative Gefühle abfließen, wir werden sie dann los und können diese Emotionen durch Weinen auch etwas abbauen.

Das Weinen im Traum kann also insgesamt positiv gedeutet werden. Verdrängte Emotionen gelangen an die Oberfläche und manchmal gelingt es uns nur innerhalb der Traumerfahrung zu weinen. Wer weint bei dem bricht der Staudamm der Emotionen. Manchmal durchbricht der Staudamm in uns und manifestiert sich nicht in Tränen sondern in Trauer. Der kurze emotionale Kontrollverlust ist manchmal notwendig und ein Hinweis, dass dieses emotionale Ventil der Reinigung von zu starken Emotionen in uns funktioniert. Wie bei einer Wasserleitung ist es bei einem Überdruck immer gut wenn sich der Druck über den natürlichen Weg abbauen kann (Weinen). Ansonsten stauen sich die Gefühle an und können irgendwann in einen Nervenzusammenbruch enden.

Wir müssen unseren Emotionen manchmal freien Lauf lassen. Wenn der Grund der Trauer oder der Freude für die Tränen nach dem Aufwachen eigentlich völlig belanglos ist so erkennen wir auch hier, dass wir eigentlich mit unseren Emotionen ganz gut umgehen können.

Eine negative Situation liegt erst dann vor, wenn wir im Traum etwas schreckliches Erleben, die volle Tragweite des Traumerlebnisses im Traum realisieren aber erst nach dem Aufwachen in Tränen ausbrechen. …also wenn wir im Traum nicht weinen können – dann fehlt dem Unterbewusstsein die Fähigkeit die Emotionen abfließen zu lassen.

Wenn wir im Traum weinen ist dies also insgesamt ein positives Zeichen, egal welche sorgenvolle und emotionalen Gefühle mit dem Traum in Beziehung stehen.