Traumdeutung Brautkleid Hochzeitskleid

Das Brautkleid oder das Hochzeitskleid ist eine rituelle Kleidung. In der Traumdeutung steht das Hochzeitskleid für das Bekenntnis, sich auf für eine neue Lebenssituation mit mehr Verantwortung einzulassen. Die Hochzeit oder Heirat ist ein Vertrag zweier Eheleute ihre bisherigen Freiheiten teilweise aufzugeben und neue Rechte und neues Glück dadurch zu gewinnen.

Traumsymbole der Traumdeutung

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Beim Heiraten kommt das zusammen was zusammen gehört. Das männliche und weibliche Prinzip bildet eine neue Einheit – die Gegenstücke einer polaren Einheit finden hier rituell zusammen. Während der Mann meist bei seiner Hochzeit einen schwarzen Anzug trägt erstrahlt die Braut in einem glänzenden Brautkleid. Für alle Menschen ist der neue gesellschaftliche Stand der Frau mehr als offensichtlich. Sie steht im Mittelpunkt der Feier, sie ist die Königin auf ihrer Hochzeitsfeier und wird von allen Personen bewundert und gefeiert. Aus dem unschuldigen Mädchen wird ein Ehefrau – das Weiss ihres Brautkleids symbolisiert die Reinheit und Jungfräulichkeit mit der sie in die Ehe geht. Somit steht die Braut auch für ein moralisches Vorbild.

Aus diesem Grund mussten schwangere Ehefrauen noch bis Mitte des 19. Jahrhundert in Schwarz vor den Traualtar treten. Die Mode des weissen Brautkleides wurde durch den Adel und die Königshäuser eingeleitet die erstmals helle und seidene Hochzeitskleider für Bräute getragen haben.

Im Traum steht das weisse Hochzeitskleid für aufrichtige und ehrenvolle Absichten in Verbindung mit einer heiligen Aufgabe. Durch die Heirat gewinnt man nicht nur einen neuen Status sondern gibt auch viele Freiheiten auf. Die Hochzeit im Traum steht nicht zwangsläufig in Beziehung mit einem Ehevertrag. Auch eine neue Überzeugung, Glaubensätzte, Ziele, Pläne und Wünsche können sich im Traum von einem Brautkleid manifestieren.

Dabei kann die Träumende auch völlig allein in einer kargen Landschaft im Brautkleid stehen. In diesem Fall möchte sie sich gerne mit einem neuen Aspekt in ihrem Leben verbinden, hat aber noch keine Ahnung mit wem sie diesen Vertrag eingehen soll. Somit sind auch Träume vom Tragen eines Hochzeitskleids in einer Alltagssituation die überhaupt nichts mit einer Hochzeit zu tun hat – z.B. auf der Arbeitsstelle auf der man neue Projekte eingeht und sein Aufgabenfeld erweitert.

Dunkle, blasse und schmutzige Brautkleider sind ein unbewusster Hinweis darauf, dass das eigene Selbstwertgefühl für den neuen Lebensabschnitt oder die Aufgabe noch kontaminiert sind. Man fühlt sich noch unwürdig oder minderwertig für die neuen Ziele. Ein verschmutztes Brautkleid ist besonders unangenehm, da die mangelnde Fähigkeit für alle weithin sichtbar und offensichtlich ist.

Im Umkehrschluss ist man auf die neue Lebensphase völlig ausreichend qualifiziert wenn das weisse Brautkleid noch zusätzlich mit Gold oder Silber-Ornamenten verziert ist. Gold steht dabei für Bewusstsein, Silber für Intuition (Mond-Symbolik) – das eigene rationale Denken und die eigene Intuition befinden sich dann im Gleichgewicht und befähigen die Braut besonders gut für ihre neuen Verantwortungen und Lebensaufgaben.