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Traumdeutung Regen

Die Traumdeutung verbindet Regen mit Befruchtung und Reinigung. Der Regen verbindet drei wichtige alchemistische Elemente. Das Wasser (das weibliche Prinzip) entströmt aus dem Himmel (geistige Führung). Er macht das unfruchtbare Land (Element Erde) fruchtbar und bewässert es. Dadurch werden geistige Dinge materiell und können sich in unserem Leben ausdrücken. Wachstum und Vitalität wird so aus einer Atmosphäre der Ruhe und Besonnenheit geboren. Zudem hat der Regen eine begradigende und ordnende Qualität.

Wasser hat in der Traumdeutung also mit Ruhe und Besonnenheit zu tun. Hier herrscht eine mütterliche Weisheit des Geistes. Der Regen steht in der Traumdeutung auch immer in enger Beziehung mit Licht und Bewusstsein, obwohl die Tropfen aus den Wolken geboren werden. Im kollektiven Unterbewusstsein des Menschen ist Regen jedoch meistens etwas Positives, denn nur er lässt die Ernte auf den Feldern reichhaltig werden und erlaubt Fülle, Wohlstand und Gedeihen.

Es gibt auch andere Bedeutungen in Verbindung mit der Symbolik des Regens. Durch eine globale Sintflut rottete Gott laut altem Testament beinnahe die gesamte verderbte Menschheit aus. Der farbenfrohe Regenbogen dient seitdem als ein Symbol zwischen Gott und dem Menschen, damit sich eine solche diese Katastrophe niemals erneut wiederholen möge. In einigen Geheimgesellschaften ist der Ausspruch es regnet übrigens ein verschlüsselter Hinweis darauf, dass gerade jemand diskrete Geheimnisse ausplaudert oder sich uneingeweihte Menschen in den eigenen Reihen aufhalten.

Was bedeutet der Regen nun im Traum? Unser unbewusster Geist, der im Traum die entsprechenden Bilder liefert, übersetzt die subtilen Eindrücke und das unterschwellig Wahrgenommene in unsere Traumbilder. Der Regen im Traum zeigt dem Träumer, dass seine Gedanken befruchtet und bewässert werden. Inspiration von Oben oder aus unserem Herzen kommt aus dem himmlischen Bereich auf uns heram und segnet uns mit belebender Feuchtigkeit. Auf diesem gut bewässerten geistigen Boden können neue Ideen und Pläne üppig wachsen und ein Teil unserer Realität werden. Etwas Neues gewinnt in uns Kraft und beginnt sich durch uns auszudrücken.

Nun kann es sich bei dieser Fruchtbarkeit in uns um positive Dinge handeln, die unser Leben bereichern werden. Falls in der Traumhandlung um uns herum jedoch schädliche und unsympathische Dinge wachsen, z.B. monsterhafte fleischfressende Pflanzen oder bedrohliche Bäume, die nach uns greifen wollen, dann wird hier ein falscher Aspekt in uns bewässert. Der Regen entstammt dann möglicherweise aus unserem eigenen aktiven oder passiven Eingreifen in unser Leben. Wir bewässern etwas in uns, das wir dann am Ende überhaupt nicht in unserem Leben haben wollen. Bei der Traumdeutung vom Regen gilt es also, die Dinge zu unterscheiden und zu differenzieren.

Ebenfalls negativ wäre es, wenn der Regen gefährliche Pfützen und kleine Rinnsale erzeugt, die uns beim Vorankommen auf unserem Weg hindern. Matsch und kalte Nässe behindern uns dann. Hier kommt zu viel Wasser-Energie in uns in Bewegung. Etwas mehr Wärme und Feuer wäre dann angebracht. Die zahllosen Eindrücke und die überwältigende Flut haben hier eher mit einer Sintflut zu tun, für die wir nun jedoch ganz alleine verantwortlich sind. Auf diese Gefahren möchte uns unser Unterbewusstsein dann in der Traumdeutung aufmerksam machen.

In den meisten Fällen ist der Regen aber im Traum eine reinigende Erfrischung uns ein Hinweis auf eine Verbesserung bestimmter Umstände in unserem Leben. Nach einem Regen herrscht normalerweise eine enorme Klarheit und wir haben reine Luft zum Atmen. Vielleicht erlernen wir gerade neue Fähigkeiten oder stehen kurz vor einer spirituellen Erfahrung.