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Traumdeutung der Träume in Schwarz

Laut Traumdeutung stehen Träume in Schwarz mit geheimnisvollen, neuartigen und unbewussten Aspekten in uns in Beziehung. Das Tageslicht erhellt diese Dinge noch nicht, im Traum erscheinen sie uns schwarz, da nur das Unbewusste es erkennt, jedoch auch hier nur nebelhaft und dunkel.

Die Farbe Schwarz (eigentlich keine echte Farbe) ist eigentlich der polare Aspekt der Farbe Weiss. Lichtvolle Themen sind uns Bewusst und klar, schattenhafte und schwarze Themen unbewusst und diffus. Schwarz besitzt in der Mythologie und somit auch in der Traumdeutung eine reichhaltige Symbolik, denn es ist die Farbe der Nacht. In der Nacht regiert der Mond, das weibliche und silbrige Prinzip, kühl und anziehend. Es ist die Farbe des Todes, aber auch die Farbe des Rückzugs. Das Schwarze kann durchaus auch sexuelle und erotische Themen in uns zum Ausdruck bringen, die unter der Oberfläche des Bewusstseins in uns köcheln.

Schwarze Träume können unheimlich sein, gleichzeitig sind sie in der Traumdeutung aber auch erleuchtend. Das Unbewusste zeigt uns hier neue Themen, die uns noch nicht bewusst geworden sind. Vielleicht werden diese Dinge einmal bedeutsam in unserem Leben sein, vielleicht handelt es sich aber auch um alte Dinge, die wir im Laufe der Zeit ins Unbewusste verdrängt haben – diese Aspekte kommen jetzt wieder an die Oberfläche und drücken sich in uns und durch uns aus.

Schwarz ist also nicht immer nur negativ besetzt. Schwarz repräsentiert nicht nur das Unbekannte sondern auch die Reinheit des Chaos. In schwarzen Träumen existiert noch kein Bewusstsein, das Lichte ist hier noch nicht existent. Nur wo es Licht gibt, existieren auch Schatten. Aus dem Chaos entsteht eine neue Ordnung. Das Dunkle und Schwarze im Traum ist somit mit einem unbeschriebenen Blatt Papier vergleichbar. Auch auf einem weissen Blatt Papier entsteht erst eine Form, wenn schwarzer Schwarze Tinte an einigen Stellen das Licht entfernt.

Was Schwarz oder Weiss ist, hängt vom Beobachter und vom Kontext ab. Ein weisses Blatt Papier beim Mondlicht ist in seiner Helligkeit dunkler als ein schwarzer Stoff in der Mittagssonne, trotzdem erkennen wir das Papier in unserer Wahrnehmung als weiss und den Stoff als schwarz, obwohl das Papier bei Vollmond viel dunkler ist – alles hängt von unserem Bewusstsein und unserer Aufmerksamkeit ab.

Allgemein glaubt man, dass sich das Böse durch das Schwarz im Traum ausdrückt. In Wirklichkeit beobachtet die Traumdeutung finstere Aspekte hauptsächlich im schmutzigen und brauen Farbkontext. Der Schwarze Mann, Schwarze Schatten und Schwarzer Schleim – all diese schwarzen Aspekte besitzen auch den unbewussten Charakter des Neuen, Geheimnisvollen und Reinen. Der Schwarze Mann ist hier in der Traumdeutung in Wirklichkeit ein unbewusster freundschaftlicher Aspekt, der uns eine neue Ebene des Bewusstseine erlaubt. Die schwarzen Schatten spiegeln in der Traumdeutung neue Erkenntnisse und Wahrheiten wieder, die zunächst auf der unbewussten Ebene, später auch vom Bewusstsein erkannt werden.

Entscheidend für die Traumdeutung schwarzer Träume sind die Gefühle, Regungen und Emotionen, die in seinem Zusammenhang gefühlt werden – denn schwarze Träume sind hier oft auch Hinweise auf sehr positive Dinge, die sich in unserem Leben und im Träumenden vermehrt ausdrücken werden.