Mystik der Obeliske


Der Obelisk – ein uraltes Symbol des alten Ägyptens. Wir finden sowohl original ägyptische Obelisken als auch Nachbauten in allen westlichen Machtzentren der Welt. Aber welchen Zweck dienten die Obelisken und welche Mystik steckt hinter ihnen?

…Und warum steht z.B. mitten auf dem Petersplatz in Rom ein besonderer Original-Obelisk, der wahrscheinlich ursprünglich zur Verehrung des ägyptischen Sonnengottes geschaffen wurde?

Die Archäologische und Wissenschaft zur Mystik der Obelisken

Der Begriff „Obelisk“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet lediglich „Spieß“. Die ägyptische Bezeichnung war jedoch „Têchên“, was offiziell mit „Himmelsspalter“ übersetzt wird. Der Himmel sollte also gespalten werden, um eine Verbindung zwischen der Welt der Menschen und der Götterwelt herzustellen.

Auf Wikipedia lesen wir, es handle sich um steingewordene Stahlen des Sonnengottes (Wikipedia: Obelisken).

Die ältesten Obelisken wurden im alten ägyptischen Reich (ungefähr 1500-2000 v.Chr.) in Heliopolis (das alttestamentarisches On) aufgestellt. Ähnlich zu heutigen Kirchtürmen signalisierten sie angereisten Gläubigen bereits aus der Entfernung den Standort eines Tempels – zunächst hauptsächlich vor einem Sonnen- oder Horostempel. Doch diese Wegweiser-Funktion des Obelisken ist sicher nicht die Hauptfunktion.

Obelisk in Luxor (Ägypten)
Obelisk in Luxor (Ägypten)

Der Obelisk steht auf einer breiter Basis und verjüngt sich zur Spitze hin bis zu einer Höhe von 32 Metern (der größte altägyptische Obelisk ist der Hatschepsut – Obelisk in Karnak). Den Abschluss an der Spitze bildet eine Pyramide, die ursprünglich mit Gold oder Elektron überzogen war. Gold ist ein altes Symbol für die Sonne (in der Alchemie wird dagegen Silber mit dem Mond assoziiert).

Die steinernen Giganten wiegen bis zu 500 Tonnen, in Assuan befindet sich ein unvollendeter Obelisk mit einem Gewicht von 1100 Tonnen. Selbst mit heutigen Maschinen ein Meisterstück an Ingenieursleistung.

Im alten Reich Ägyptens waren die Obelisken noch nicht mit Hieroglyphen versehen und vollkommen glatt und schmucklos. Später wurden dann zunächst die mittlere Fläche beschriftet, in den späteren Dynastien auch die äußeren Freiflächen (drei-spaltige Hieroglyphen). Dabei wurde ein strenges Schema eingehalten, wie die Hieroglyphen auf dem Obelisken anzubringen sind – alle Hieroglyphen mit Darstellungen von Wesen (Falke, Kobra, Menschen) mussten auf zwei Seiten in Richtung des Tempels blicken. Aus diesem Grund kann z.B. bei den römischen Obelisken mit erkennbaren Hieroglyphen leicht der ursprüngliche Standort und die exakte ursprüngliche Ausrichtung abgeleitet werden.

Erwähnenswerte, allerdings nicht-ägyptische Obelisken, sind die alten assyrischen Obelisken, die jedoch keine pyramidale Spitze, sondern eine gestufte Verjüngung aufweisen, ähnlich wie beim assyrischen Stufentempel, dem Zikkurat.

Ein männliches Phallus- oder Fruchtbarkeitssymbol?

Insbesondere die römischen Kaiser bewiesen eine grosse Faszination der Obeliske des alten Ägyptens. Sie scheuten keine Kosten und Mühen, um die bis zu 460 Tonnen schweren Kolosse mit eigens dafür konstruierten Transportschiffen nach Rom zu bringen und dort an bedeutenden Plätzen aufzustellen. Einfacher wäre ein Nachbau gewesen, doch dann hätte man kein Original besessen.

Legt das nicht der Schluss nahe, dass Obelisken gewaltige Potenz- und Männlichkeitssymbole – also Phallussymbole sind? Dies wäre eigentlich kein Widerspruch zu der Funktion als „Himmelspalter“, die ursprüngliche Übersetzung für „Têchên“ (Obelisk-Bezeichung in Alt-Ägypten). Das Gerücht des stilisierten Phallussymbols ist allerdings wissenschaftlich kaum belegt. Diesbezügliche Quellen stammen oft von einseitig religiös geprägten Autoren, oft aus der Intention heraus, den heidnischen Ursprung des Obelisk zu unterstreichen und negativ belegen.
Selbstverständlich ist der Phallus in der ägyptischen Mythologie ein wichtiges Thema (Osiris-Legende), dennoch passt diese triviale Interpretation irgendwie nicht zu dem Gesamt-Konzept des Obelisken als rituelles Werkzeug. Darüberhinaus ist es auch noch völlig unklar, ob die Ägypter den Obelisken selbst erfunden haben, oder von einer viel älteren Kultur (Atlantis?) übernommen haben. Symbolisiert der Obelisk also tatsächlich den Phallus des Osiris (oder auch des Baal, nach einer anderen Interpretation)? Eine heiss diskutierte Frage in der Obelisken-Forschung.

Alte Obelisken in der heutigen Zeit

Elefanten - Obelisk
Auch dieser Obelisk auf dem Rücken eines niedlichen Elefanten ist ein Original, über 3000 Jahre alt und stammt aus dem alten Ägypten. Interessanterweise nutzen heute Kinder gerne diesen Platz, rund um den Elefanten herum, als Spielplatz und Treffpunkt.

Wer heute nach Rom reist, findet dort 13 alte, ursprünglich aus Ägypten stammende, Obelisken. Sie galten als Siegestrophäen römischer Imperatoren. Doch diese positive Begeisterung für Obelisken bestand nicht ewig. Die meisten Obelisken wurden im Verlauf des frühen Mittelalters ab einem bestimmten Zeitpunkt aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Man erkannte in ihnen plötzlich heidnische Symbole, die als unchristliche Symbole mutwillig umgestürzt und zerstört wurden. Die meisten Obelisken Roms wurden heute schon einmal umgestürzt, zerbrochen und teilweise als Baumaterial zweckentfremdet, später dann wieder rekonstruiert und zusammengesetzt.

Insgesamt finden wir in den Machtzentren der westlichen Welt zahlreiche echte antike Obeliske aus Ägypten. U.a. in Washington, Paris, New York und London. Rom ist immer noch ein Hotspot antiker Obeliske, 13 in der Anzahl. Der älteste Obelisk in Rom wurde 357 n.Chr vom Kaiser Konstantin II in die Hauptstadt gebracht.

Der „Obelisco Vaticano“ – der besondere Obelisk

Vatikan-Obelisk
Der Obelisk des Vatikan im Zentrum des Petersplatz (Vatikan-Staat). Der einzige Obelisk in Rom, der keine Hieroglyphen trägt. Der einzige Obelisk in Rom, der niemals umgestürzt ist (d.h. niemals zerbrochen und wieder zusammengesetzt wurde).

Bereits um das Jahr 10 n.Chr. wurde der heutige Obelisco Vaticano zunächst vom ägyptischen Präfekten aus Ägypten abtransportiert und von Gaius Cornelius Gallus in Alexandria aufgestellt. Einige Jahrzehnte später liess ihn der römische Kaiser Caligula nach Rom verschiffen und dort an der Stelle aufstellen, wo heute der Petersplatz steht.

Am 10. September 1586 wurde er mit dem Einsatz von 907 Menschen und 75 Pferden an die heutige Position auf dem Petersplatz aufgestellt.

Der Obelisco Vaticano besitzt einige besondere und herausstechende Merkmale. Er ist 326 Tonnen schwer und 25 Meter hoch, der zweithöchste Obelisk innerhalb Roms. Er ist der einzige Obelisk in Rom (eigentlich der Vatikan-Staat) ohne Hieroglyphen, ein Hinweis auf den Ursprung im alten Reich Ägyptens. Der ursprüngliche Standort ist durch das Fehlen dieser Hinweise erschwert und immer noch umstritten.

Darüberhinaus ist diese Obelisk einer der wenigen (vielleicht sogar der einzige), die nicht umgestürzt, zerbrochen und wieder rekonstruiert worden ist. Der Obelisco Vaticano ist somit in einem Stück und unversehrt (Anmerkung: Es liegt auf der Hand, dass energetisch betrachtet, ein unversehrter Obelisk eine stärke Wirkung entfalten kann, als einer, der aus Bruchstücken wieder zusammengesetzt worden ist.).

Warum steht ein offenkundig heidnisches Symbol aus Ägypten mitten auf dem Petersplatz, dem Zentrum der katholischen Kirche? Diente der Obelisk nicht ursprünglich der Verherrlichung des heidnischen Sonnengottes? Das ist eigentlich gar nicht so ungewöhnlich. Auch zahlreiche antike römische Tempel wurden einfach in Kirchen umgeweiht. Das gilt z.B. auch für das erhabene Pantheon, das ohne die Umweihung als Marienkirche wohl heute kaum in dem nahezu unversehrten Zustand wäre, wie bereits vor fast 2000 Jahren.

Etwas Weihwasser, eine kleine Zeremonie eines Geistlichen und ein auf die Spitze gesetztes Kreuz machen aus einem Symbol zur Verehrung des Sonnengottes ein heiliges Symbol für die „Ehre Gottes in der Höhe“. Auch hier stellt sich natürlich die Frage, ob es wirklich Gott ist, der hier verherrlicht werden soll, oder eher die Eitelkeit einiger frühchristlicher Päpste – in jedem Fall hat die Umweihung bewirkt, das viele Obelisken heute noch erhalten geblieben sind.

obelisk petersplatz
Der Obelisk des Petersplatz vom Petersdom aus gesehen

Obelisken im Islam – Ein Symbol des Teufels?

Es ist kein Wunder, dass gläubige Mitglieder des Islam mit den überall im Westen aufgestellten Obelisken nicht viel anfangen können. In Mina bei Mekka ist es die rituelle Pflicht jedes Pilgers, Steine auf einen Obelisken zu werfen, der inmitten einer Versenkung steht. Diese Steinigung des Shaitan (Teufel) ist fester Bestandteil der Hadsch, der heiligen Pilgerfahrt nach Mekka, die jeder gläubige Muslim einmal im Leben begehen sollte.

Im Islam verkörpert ein Obelisk den Teufel – es ist demnach offensichtlich, welches Bild gläubige Muslime von einer anderen Religion haben, die genau dieses Symbol auf ihrem heiligsten Platz im Zentrum aufgestellt haben.

Besitzt ein Obelisk feinstoffliche Eigenschaften?

Was kann ein spiritueller Mensch, mit etwas Abstand betrachtet, nun über die spirituelle Qualität der Obelisken schließen?

Physikalisch besteht ein Obelisk aus dem rötlichen Assuangranit (Mohshärte 6). Jeder Obelisk wurde aufwändig in einem Stück aus dem hartem Granit geschlagen, obwohl gemauerte Obelisken viel günstiger und leichter zu fertigen sind. Diesen Aufwand hat man damals nicht ohne Grund betrieben.

Das Granit-Gestein ist sehr widerstandsfähig und besteht zu einem grossen Teil aus kristallinem Quarz. Ein so altes, grosses und mystisches Symbol besitzt nicht nur eine eigene Aura, die von sensiblen Menschen wahrgenommen werden kann, sondern auch ein einzigartiges Schwingungsfeld. Zudem besitzen sowohl die ägyptischen Pyramiden als auch die Obelisken Merkmale der Heiligen Geometrie, ansonsten würden sie visuell ganz anders auf uns wirken. Obwohl der ideale Obelisk nur 9 Seitenflächen besitzt (4 Seitenflächen + 4 an der Pyramide und die Standfläche) stahlt er trotzdem eine gewisse organische und natürliche Lebendigkeit aus, ähnlich wie ein fühlendes Wesen. Ein Botschafter aus einer vergangenen Kultur und einzigartigen Denkstrukturen.

Hohe Steine wurden bereits in der Steinzeit benutzt, um Effekte der Geomantik und Radiästhesie zu nutzen. Oft stehen noch heute wichtige Kirchen an der Stelle alter heidnischer Kultplätze. Man wollte die alten heidnischen Kulte dadurch effektiv unwirksam machen. Doch gerade diese alten heidnischen Kultplätze wurden oft bewusst anhand von alten geomantischen Geheimwissen angelegt. Wahrscheinlich besitzt ein Obelisk eine besondere Fähigkeit: er verstärkt auf einer feinstofflichen Wirkungsebene die besondere Energie eines Ortes (z.B. auch ein Kraftort) und stabilisiert so vorhandene Strukturen auf allen Ebenen in unmittelbarer Umgebung. Richtig und bewusst eingesetzt wäre so ein Obelisk nicht nur ein Macht-Symbol sondern sogar ein Macht-Werkzeug, da es grundlegende Gedanken- und Gefühlsmuster (Werte, das Identitätsgefühl) der Menschen harmonisiert und wie ein Magnet einheitlich ausrichtet.

Wahrscheinlich überträgt z.B. der Obelisk des Petersplatzes das lokale morphogenetische Bewusstseins-Feld vieler betender Gläubigen auf dem Platz, und sendet diese an Gläubige in aller Welt, die in einer Resonanz mit diesem Bewusstseinsfeld stehen. Somit wäre ein Obelisk nichts anderes, als ein feinstofflicher Verstärker von Bewusstseinsfeldern, ähnlich wie eine Funk-Antenne. Allerdings keine Antenne, die Radiowellen abstraht, sondern durch die eingelagerten Kristalle direkt mit höheren Dimensionen in Verbindung stehen. Somit sendet der Obelisk nicht nur, sondern gibt sendet Informationen an das Unterbewusstsein der Menschen, die sich in der Umgebung befinden, ab, z.B. bestimmte Stimmungen, Emotionen oder Denkmuster. Der Obelisk („Himmelsspalter“) stellt somit eine Art Kanal zur Götterwelt her, und zwar genau in die feinstofflichen Dimensionen, mit denen sich der Gläubige identifiziert, sei es eine Dimension hoher Lichtwesen oder auch einer tiefere Ebene der Astralebene.

Die Qualität der morphogenischen Informationen hängt dann besonders stark von dem jeweiligen Bewusstseinsfeld der umstehenden Menschen ab. Wenn die umstehenden Personen einen Obelisken rituell steinigen, wird der (weiterhin „funktionierende“) Obelisk eine andere energetische Informationen aussenden, als einer, in dessen Umgebung Gebete besprochen werden.

Egal, wie man persönlich über Obeliske denkt, man wäre gut beraten, besonders als spirituell- feinstofflich-sensibles Wesen, die Energie und Mystik der Obeliske nicht leichtfertig zu betrachten. Z.B. kann man in der Nähe eines Obelisken einmal in sich hineinhören, ob über das Herz-Chakra positive oder negative Schwingungen wahrzunehmen sind. Falls die Eindrücke eher unangenehm sind, sollte man sich in seiner Nähe bewusst auf positive Gedanken konzentrieren. Wenn die Eindrücke angenehm und positiv wahrgenommen werden, kann man ja einmal versuchen, etwas Kommunikation zu betreiben, und zu erspüren, welche positive Information der Obelisk konkret aussendet. Vielleicht erkennen wir auch eine besondere harmonisierende und angenehme Energie, z.B. wenn die verschränkte Information des Obelisken noch schöne vergangene Erinnerungen und Glücksgefühle von Menschen enthält, die sich vor Jahrtausenden auf eine eher harmonische Art und Weise mit dem Göttlichen verbunden haben.

Auch hier gilt – wie bei allen spirituellen Themen – in sich selbst hineinhören, die energetische Qualität beobachten und das Dahinterliegende erkennen.

Vielleicht erlaubt diese „spirituelle“ Sichtweise auf Obelisken neue Einblicke in eine bislang unentdeckte feinstoffliche Eigenschaft, der alten mystischen Obelisken. Was man letzten Endes in der Mystik der Obeliske für sich erkennt,ob und welche welche persönliche Meinung man dazu hat, das ist allein Aufgabe jedes Einzelnen.