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Tarot – Zwei der Münzen

Innere Balance. Gleichgewicht der polaren Kräfte. Wage den Tanz mit den beiden Münzen und entdecke neue Möglichkeiten.

Der Artist tanzt den Tanz der zwei Münzen. Der Himmel ist klar, sein Geist ist wach. Trotzdem ist der Ozean mit seinen Schiffen darauf aufgewühlt, die Schiffe darauf werden von den Wellen auf und ab, hin und her getrieben. Innerhalb dieser schwingenden Welt tänzelt der Jongleur der zwei Münzen. Um die beiden Münzen ins harmonische Gleichgewicht zu bringen benutzt er das Band der Unendlichkeit, die liegende Acht, die Lemiskate, die auch als magisches Symbol des Magiers ein Bewusstsein für Unendlichkeit und gleichzeitiger Einheit des Universums steht.

Die Münzen werden dem Element Erde zugeordnet – das Erstarrte, Wahrnehmbare und Wirkliche der Welt. Innerhalb dieser erdgebundenen Wahrnehmung erkennen wir jeden Gegenstand als Einheit aus zwei polaren Gegensätzen: Oben und Unten, Licht und Schatten, Gut und Böse oder Falschheit und Wahrheit. Jedes Ding besitzt zwei Pole. Ansonsten wären die Dinge der Welt für uns nicht erfahrbar, denn das Licht ist ohne Schatten für uns unsichtbar, ebenso kann der Schatten nicht ohne Licht existieren – es drückt sich dann nichts mehr durch Abgrenzungen aus – dies ist eine wertvolle Botschaft vieler Tarotkarten.

Diese Polarität steckt auch in unserer Selbstwahrnehmung. Mal verlassen wir uns ausschließlich auf unsere rationale Denkweise, ein anderes Mal betonen wir ausschließlich unsere Intuition. Wir neigen als Menschen gerne dazu dem einen oder anderen Pol einen zu großen Stellenwert einzuräumen. Wenn jemand uns schlecht behandelt wollen wir nur seine negativen Aspekte sehen, positive Eigenschaften ignorieren wir einfach. Umgekehrt erkennen wir, z.B. wenn wir verliebt sind, nur die positiven Seiten eines Partners, die negativen Aspekte sehen wir durch unsere rosarote Brille nicht mehr – sie werden gänzlich unsichtbar.

Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, dass uns daran hindert eine Situation oder eine Sache in seiner Ganzheit zu erkennen – als Summe seiner Polaritäten – in seiner eigenen Vollkommenheit, in der es sich tatsächlich ausdrückt. Natürlich ist es zunächst bequemer, das Gewicht auf den einen oder anderen Pol zu verlagern. Wir müssen uns jedoch ständig bewusst machen, dass diese einfache Form der Wahrnehmung nur eine der zwei Münzen erfahren lässt, jede Medaille besitzt bekanntlich zwei Seiten.

Ebenso wichtig ist es, unser inneres Geleichgewicht zu halten, indem wir rationales Denken und Intuition in eine natürliche Balance bringen. Durch diese bewusste zweiseitige Wahrnehmung werden wir mehr Dinge in der Welt wahrnehmen und auch mehr Dinge der Welt nach unseren Wünschen gestalten können – als Zahl ausgedrückt genau doppelt so viel.


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