Game of Life – Emergenz

Erlebe hier das faszinierende Game-of-Life, eine Simulation aus einfachen Regeln, die ein neues Universum erschaffen kann. Zeichne eine Form oder wähle eine bekannte Struktur und beobachte, wie eine neue Welt zum Leben erwacht.

Lebensfeld - Das Spiel der Emergenz
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Game of Life ist eine Idee vom britischen Mathematiker John Conway, der sie 1970 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American veröffentlichte.

Es gibt nur einfache Zellen, die entweder lebendig oder Tod sind. Es gibt nur 4 einfache Regeln:

Wer ein wenig mit Game of Life herumspielt erkennt, dass aus einfachen Startbedingungen und diesen Regeln unglaublich komplexe Dynamiken entstehen. Es geht hier nicht um die Erschaffung künstlichen Lebens oder künstlicher Intelligenz, sondern um die anschauliche Simulation von Emergenz. Grob gesagt ist Emergenz ein in der Natur beobachtbarer Effekt, nämlich dass einfache Dinge im Wechselspiel zusammen etwas Größeres oder Bedeutungsvolleres ergibt, als nur die Summe seiner Teile. Die Natur ist voll von Beispielen der Emergenz: Ameisen, die einfachen Regeln folgen, Moleküle und Atome die nur geringfügig miteinander interagieren, die Selbstorganisation von Landschaften, Insektenstaaten oder komplexe Muster im Sand.

Informatiker begeistert insbesondere die bewiesene Turing-Vollständigkeit vom Game-of-Life. Theoretisch kann man mit der richtigen Startanordnung jeden Computer simulieren, also jeden Taschenrechner, jedes andere Computerspiel oder künstliche Intelligenz – zugegebenermassen wäre das sehr umständlich, aber es reicht bereits, dass die Möglichkeit dazu nachgewiesen ist.

Im Game of Life hat man sogar interessante, lebendig wirkende, Formen gefunden, die ein spezifisches Verhalten zeigen.

Einige dieser Formen kannst du in dieser Simulation selbst ausprobieren. So gibt es den Gleiter oder das Raumschiff, die sich unendlich über ein freies Spielfeld bewegen, bis sie auf ein Hinternis treffen. Oszillierende Figuren wechseln zwischen wenigen festen Mustern die sich ewig wiederholen. Dann gibt es noch ein R-Pentomino, das mit nur 5 Zellen startet und sich zu einem unglaublich grossem Muster entwickelt.

Das Game of Life ist mehr als nur ein Spiel – es veranschaulicht Emergenz, Selbstorganisation und universelle Lebensprinzipien, die wir teilweise auch in der echten Welt beobachten können. Das Wechselspiel einfacher Regeln erzeugt sein eigenes dynamisches Universum.

Die spirituelle Bedeutung vom Game-of-Life

Nur eine einzige Änderung in einer Zelle im Spiel des Lebens kann zu einem völlig anderem Verhalten führen. Ein kleiner Impuls kann eine grosse Wirkung entfachen … oder eine grosse Struktur plötzlich in sich zusammenbrechen.

Die spirituellen Schulen kennen Gesetzmäßigkeiten, die oft über die wissenschaftliche und materialistische Betrachtungsweise hinausgehen. Die Hermetischen Gesetze sprechen z.B. von Wie oben so unten, wie im Grossen, so im Kleinen. Tatsächlich erleben wir beim Game-of-Life wie zunächst kleine Strukturen wachsen können und astronomische Gebilde erzeugen können. Obwohl die Bausteine des Lebens nur sehr einfache Wechselwirkung haben, z.b. Atome mit ihrem Orbitalschalen, entstehen auf der höheren Ebene Moleküle, Organellen und komplexe Lebewesen. Einfachheit erzeugt Komplexität. Doch auch komplexe Strukturen fallen wieder zurück in Einfachheit oder verschwinden vollständig. Ein zufälliges Game-of-Life Setting zerfällt schnell in kleine Inseln die entweder stabil bleiben oder verschwinden. Wenn wir uns noch dazu eine zusätzliche Ebene des universellen Bewusstseins vorstellen, die von unserer Physik (insbesondere Quantenphysik) noch nicht im Ansatz verstanden worden ist, wird die Emergenz im Gesamtsystem so unendlich gross, dass sie die größten Philosophen und Mystiker nicht mehr in Worte fassen können.