Das bewusste Universum

Laut den vedischen Schriften, den Upanishaden und der Vedanta-Philosophie ist Bewusstsein der Ursprung allen Seins. Die materialistische Wissenschaft hingegen bildete den Konsens, dass Bewusstsein allenfalls als emergente Eigenschaft der neuroyalen Aktivitäten eines Gehirns definiert sein muss.

Zwischen Vertretern eines spirituell-religiösem Weltbild und Naturforschern gab es seit jeher eine zunehmende Vorstellung zweier Zuständigkeitsbereiche: die Naturforschung sollte sich auf das messbare „Buch der Natur“ beschränken während die Theologie und die Kirche die Auslegung von Schrift, Sinn und Heil beanspruchten… sprich den Begriff „Seele“ umgeht die Naturwissenschaft und setzt den Fokus auf das objektiv Messbare. Diese Trennung wurde später als „Non-Overlapping Magisteria begannt.

Diese Trennung scheint seit jüngster Zeit zu kippen!

2025 veröffentlichte die schwedische Physikerin Maria Strømme einen spektakulären Artikel „Universal consciousness as foundational field“. Hier beschreibt sie, dass Bewusstsein ein fundamentales Feld sei, aus dem Raum, Zeit und Materie hervorgehen. Dieser Artikel wurde zwischendurch (leider) zurückgezogen. Ihre Arbeit versuchte eine mathematische Grundlage für diese Theorie zu schaffen.

Etwas früher, 2020, veröffentlichen Joachim Keppler und Itay Shani einen Artikel zum Thema Bewusstsein als universelles Feld. Dabei werden sehr komplexe Konzepte der Quantenelektronik herangezogen. Das Gehirn kopple sich an dieses tiefere physikalische Feld an, aus dem eine bewusste Qualität hervorginge.

Weitere thematische ähnliche Beschreibungen finden wir bei Giulio Tononi und Christof Koch, Rodolfo Gambinis und anderen Physikern.

Auch Schrödinger holt das Thema „Bewusstsein ist fundamental“ bedeutet hoch, er ist vom Kosmopsychismus und den Upanishaden stark beeinflusst gewesen. Werner Heisenberg war von einem naiven Materialismus ebenfalls weit entfernt, allerdings dabei noch wesentlich neutraler in seiner Aussendarstellung. Heisenberg sagte, dass wir nicht die Natur an sich beobachten, sondern die Natur, wie sie unserer Art des Fragens ausgesetzt sind.

Warum lehnen sich immer mehr bedeutende Physiker aus dem Fenster, und versuchen Bewusstsein als eine Art universelles Feld zu beschreiben?

Was sehr gut zur aktuellen Zeitqualität passt: seit dem 28.April.2026 ist der Uranus in die Zwillinge eingezogen. Dort wird er bis ins Jahr 2033 hinein bleiben. Der Uranus steht für das Rebellische Prinzip während Zwillinge eher für einen nüchternen und sachlichen, aber auch neugierigen Archetypen steht. Diese Konstellation nennt man auch der rebellische Entdecker. Dinge beschleunigen sich, Entwicklungen wie KI und Robotik gehen schneller, aber auch bedeutsame Entwicklungen in der Wissenschaft.

Die Veränderung und das Aufbrechen alter Strukturen sehen wir gerade überall auf der Welt: Freigabe von Ufo-Akten, bisher undenkbare geopolitische Spannungen und auch enorme gesellschaftliche und kulturelle Umwälzungen. Irgendwie passt alles zu einem erweiterten Bewusstsein, der Notwendigkeit unter Spannung stehende Weltmodelle und Standpunkte in einer Auseinandersetzung und in Konkurrenz zueinander aufeinander loszulassen.

Die Welt wirkt gerade so wie ein Schaukampf der Ungeheuer, und jetzt gerade wurden allen Tiere die Tore zur Arena geöffnet. Erleben wir jetzt ein Erwachen des Bewusstsein, das aus den Trümmern und der Asche dieser Konflikte entsteht? Wer wird die Vorherrschaft um das Recht, die Welt erklären zu dürfen, als Sieger verlassen? Welcher Phönix steigt demnächst aus der Asche?

Jeder Einzelne ist eingeladen, das Schauspiel zu beobachten und seine ganz eigene Interpretation zu finden. Im Moment dringt die Erkenntnis an die Oberfläche – wie bei der mühsamen Geburt eines Kükens aus einem Ei – dass Bewusstsein doch mehr ist, als nur die Aktivität von Neuronen, nämlich ein fundamentales Feld im gesamten Universum. Vielleicht hatten die alten Mystiker ein viel klareres Bild von der Natur des Kosmos, als der naive Materialismus.