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Was bewirkt Meditation?


Meditation ist eine spirituelle Praxis zum Erreichen und Erleben neuer Bewusstseinszustände. Das im westlichen Kulturkreis etablierte typische Bild der Meditation ist meistens eine Person im Lotus-Sitz und geschlossenen Augen. Ziel des Meditierenden ist im spirituellen Sinne eine Bewusstseinserweiterung.

Ist Meditation somit nur etwas für spirituelle Menschen mit einem leichten Hang zum Yoga? Wahrscheinlich nicht.

In den meisten Fällen verstehen wir unter Meditation die passive Meditation. Es gibt aber auch die aktive Meditation, bei der z.B. mit Hilfe von Trommeln und Rhythmen ein tranceähnlicher Bewusstseinszustand herbeigeführt wird. Angeblich sei dies aktive Meditation auch die bevorzugte spirituelle Praxis der keltischen, germanischen und europäischen Steinzeitkulturen, die sich mit Tanz, Trommeln und div. Pflanzen in einen anderen Bereich der Wahrnehmung versetzt haben.

Für Anfänger ist wahrscheinlich die passive Meditation die Technik der Wahl, da es zu dieser auch mehr Informationen und Schulungsmöglichkeiten gibt. Wahrscheinlich muss die aktive Meditation erst neu entdeckt werden.

Wie meditiert man

Ein guter Meditationslehrer wird diese Frage wohl am besten beantworten. Zunächst sollte die Bereitschaft vorhanden sein, für einige Minuten am Tag bei wachem Bewusstsein in die Stille zu gehen. Es geht darum, den eigenen Geist bewusst zur Ruhe zu bringen, die Gedanken nur noch zu beobachten, anstatt ihnen die ganze Macht über den Körper zu überlassen. Einfach die Gedanken für einige Minuten ziehen lassen. Gerade sitzen, damit man gut Atmen kann, …und zu Anfang muss es nicht gleich der Lotussitz sein.

Mehr soll an dieser Stelle gar nicht gesagt werden, ein Meditationslehrer findet sich bestimmt, der die richtigen Anleitungen gibt.

Negative Effekte der Meditation?

Gibt es denn nur positive Effekt der Meditation? Jede Arznei in der falschen Dosierung ist ein Gift! Tatsächlich sind Berichte von negativen Meditationserfahrungen eher selten anzutreffen. Trotzdem sollte man, wenn man das Gefühl hat, dass irgendwas nicht stimmt, einen Gang zurückschalten. Vielleicht wurde man falsch angeleitet oder geht mit falschen Erwartungshaltungen in die Meditation. Insbesondere bei einer psychischen Erkrankung ist es eine gute Idee, den Weg des Meditierenden mit einer guten Begleitung zu gehen. Sprechen Sie nochmal mit einem Psychologen oder Arzt für psychische Erkrankungen.

Meditation führt in neue Bereiche der Wahrnehmung. Dabei können Gefühle auftreten, mit denen man nicht gerechnet hat. Das kann insbesondere dann zu Problemen führen, wenn einem in der Kindheit eingeredet worden ist, dass z.B. böse Geister Besetzungen vornehmen, wenn man seinen Geist von anderen Gedanken frei macht. In diesem Fall ist ein Meditationslehrer ein guter Begleiter, der einem dabei unterstützt, unbegründete Ängste vor der Meditation fallen zu lassen. Richtig angewendet kann Meditation ein wahres Geschenk sein, dass die eigene Lebensqualität und sogar die seiner Lieben erheblich steigern kann.

Positive Effekte der Meditation

Mittlerweile gibt es sogar wissenschaftliche und medizinische Studien die belegen, dass sich durch Meditation die Dichte der Neuronen im Gehirn erhöht. Die sogenannte Graue Substanz, die Nervenreiche Schicht des Cortex, ist bei einem jungen Menschen ca. 6-8mm dick, wird aber mit zunehmenden Lebensjahren dünner. Es wurde nachgewiesen, dass bei Menschen mit Meditationserfahrung diese Schicht in fortgeschrittenen Jahren dicker ist, als bei Menschen, die nie meditieren.

Hier die am häufigsten beobachteten positiven Effekte:

  • Mit negativen Gefühlen besser umgehen können
  • Stressabbau, Ängste können besser verarbeitet werden
  • Pos. Effekte bei Suchterkrankungen
  • Mehr Selbstbewusstsein
  • Mehr Energie und Kraft
  • Mehr Gelassenheit in Stresssituationen
  • Gesteigerte Lebensqualität
  • Falls vorhanden, weniger Schlafprobleme

Es muss also nicht immer die grosse spirituelle Erleuchtung als Motivation für Meditation herhalten. Es gibt zahlreiche gute Meditationslehrer, denen man sich anvertrauen kann, um seine persönliche Lebensqualität zu steigern. Das gilt vielleicht insbesondere für Menschen, die mit Spiritualität eigentlich nicht viel anfangen können, aber einfach ihr Wohlbefinden und Ihr Selbstbewusstsein verbessern möchten.

Haben Sie Mut, die Stille zu erfahren!