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Sephiroth Chokma

CHOKMA = WEISHEIT

Entsprechungen: blau/ türkis, tiefe Erkenntnis, Neptun, Ikonen, byzantinische Heiligenbilder, Welt-Universitäten, Bibliotheken und oberste Gerichtshöfe, Hagia Sophia, Delphingesänge, Drache

Mit der Chokma ist die Weisheit gemeint, die sich aus der Krone (Keter) speist und sich in der richtigen intellektuellen Erfassung des Gegebenen und des Möglichen ausdrückt. Auf dem mystisch-spirituellen Lebensbaum der Kabbalah ist Chokma oben auf der rechten Seite – der symbolischen Seite der Milde – angeordnet und hat die Seinsstufen Chesed (Barmherzigkeit) und Nezach (Sieg) direkt unter sich. Die Weisheit, soll diese symbolische Anordnung bedeuten, strahlt im Seelischen aus in Barmherzigkeit und endet im Materiellen sieghaft.

Mit der Chokma ist die intuitive Erkenntnis gemeint, die spontane Einsicht, der „Gedankenblitz“, die plötzliche Einsicht in komplexe Zusammenhänge. Chokma korrespondiert mit der Fantasie, aber nicht im Sinn willkürlicher Erfindungen, sondern als lebendige Verbindung zum Absoluten, die sich in künstlerischer und kreativer Inspiration äußern kann und gelingende Werke zeitigt. Da wir uns hier noch auf der geistig-seelischen Prozessebene befinden, geht es weniger um das konkrete Schaffen von Werken, als um ihre geistige Vorformung. Chokma ist der plötzliche Entwurf eines Werkes, während Binah der detaillierte Plan ist; Chokma ist die ursprüngliche geistige Initialzündung, Binah die Kraft der Unterscheidung, die die Umsetzung fördert, indem sie Wege eröffnet.

Chokma wird in manchen kabbalistischen Texten mit der rechten Hemisphäre des menschlichen Gehirns gleichgesetzt und mit den intuitiven Prozessen, die dort stattfinden. Insofern hat Chokma, in der mystischen Sinndeutung der Sephiroth als Qualitäten des menschlichen Körpers, eine direkte Entsprechung zum Gehirn und zu den Gehirnaktivitäten, die rechts angeordnet sind und auf intuitive Einsicht und kreative Prozesse hin abzielen. Auch gelten Chokma und Binah als „Vater“ und „Mutter“ der Erkenntnis, die nie getrennt sein sollten, ähnlich wie die menschlichen Gehirnhälften zusammenwirken.

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