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Gehirn und Seele

Wie passen Gehirn und Seele eigentlich zusammen? Wenn in der Seele unser Bewusstsein enthalten ist, das nach dem Tod weiterlebt, wozu benötigen wir dann eigentlich noch ein Gehirn aus Fleisch und Blut? Das ist nicht nur ein philosophisches Thema, der Zusammenhang zwischen Gehirn und Seele ist überaus spirituell.

Unser Gehirn ist ein einzigartiges Organ. Die Wissenschaft hat das Gehirn sehr intensiv erforscht, viele komplexe Funktionen sind jedoch weiterhin sehr geheimnissvoll und unbekannt. Milliarden Neurone und Synapsen filtern in jedem Augenblick unseres Lebens enorme Mengen an Informationen. Jeder Sinneseindruck, jedes noch so komplexe Muster in akustischer, visueller und haptischer Form wird vom Gehirn in Echtzeit einsortiert, nach Informationsgehalt bewertet und in Form von Gedanken, Gefühlen, Plänen und koordinierten Handlungen motorisch ausgedrückt. Dazu zählt jedes Lächeln, jedes zärtliche Stricheln und jeder Kuss.

Doch wir besitzen auch einen feinstofflichen Körper, vereinfacht nennen wir ihn Seele. Die Seele ist für uns ein Mysterium, physikalisch nur mit aufwändigen Mitteln messbar und ermöglicht uns ein Weiterleben nach dem Tod. Die Seele ist eine Art Spiegelbild unseres Körpers und unseres Bewusstseins auf der Astralebene, den höheren Dimensionen des Universums. Nichts darf im Universum verloren gehen, kein Gedanke, kein Gefühl und keine Erinnerung. Nach dem Tod transformiert sich der physische Körper, auch das Gehirn, und die Seele löst sich vom Körper. Was sie dort unternimmt ist für unsere jetzige fleischliche Existenz nicht von Belang. Einige Seelen reinkarnieren später in neuen Körpern, einige werden wieder geboren, um in einem neuen Leben gänzlich andere Erfahrungen zu machen. Jeder Mensch hat dazu eine ganz persönliche Vorstellung.

Damit sich das Universum, das göttliche Bewusstsein und der göttliche Funke in uns selber erfahren kann, muss die Erinnerung an das Vorleben gelöscht werden, die Seele besitzt jedoch weiterhin alle Eindrücke und Erinnerungen sämtlicher vergangener Leben. Nur auf unbewusster Ebene können wir Zugang zu diesem alten Gedächtnis erlangen. Einige Menschen erinnern sich zufällig an Bruchstücke dieser alten Existenz, z.B. wenn sie im Urlaub in mittelalterlichen Ruinen herumgeistern und plötzlich spüren, dass ihnen dieser Ort merkwürdig vertraut und angenehm erscheint. Unser Leben ist somit vergleichbar mit einem langen Traumerlebnis. Wenn wir träumen, ist ebenfalls die Erinnerung an den Vortag verschwunden, denn wir wissen nicht, dass wir träumen (es sei denn, wir erleben einen luziden Traum).

Über die Chackren, die Energiezentren des Körpers, steht unser physischer Körper mit dem Astralkörper der Seele in Verbindung. Im Gehirn selbst organisieren sich die Informationen durch das komplexe Zusammenspiel von Milliarden Nervenzellen, Neuronen und Synapsen. Wenn zwei neue Ereignisse in unserem Leben gleichzeitig wahrgenommen werden, wird die Bereitschaft zum Feuern eines Neurons kurzzeitig angehoben. Je häufiger diese Erfahrung gemacht wird, desto stärker und dauerhafter wird diese Feuerbereitschaft eines einzelnen Neurons sein. Wenn über lange Zeit diese Erfahrung fehlt, wird sich dieses neuronale Gedächtnis allmählich wieder zurückbilden. Gleichzeitig konkurrieren die Neurone in unserem Gehirn um die Spezialisierung derartiger Eindrücke mit ihrer entfernten Nachbarschaft. Die einzelne Nervenzelle verhält sich wie ein kleines Kind, da
s in einer spielenden Gruppe anderer Kinder versucht, einen Ball zu fangen. Mit seinem Körper wird es versuchen, die anderen Kinder von seinen Ball abdrängen.

Unser Gehirn ist nicht starr programmiert. Auf diese Art bilden sich auf der Gehirnoberfläche dynamische Karten, die unsere Welt entsprechend ihrer Bedeutung hervorragend abbilden.

Dabei verbraucht das Gehirn den meisten Sauerstoff und den meisten Zucker. Informationsverarbeitung kostet Energie. Nur die wertvollen und lebenswichtigen Details gelangen ins Bewusstsein, insbesondere Informationen die mit starken Gefühlen und Emotionen einhergehen. Deshalb fällt es uns auch so schwer, abstraktes Wissen, wie z.B. das Lösen einer Mathematikaufgabe, zu verarbeiten. Es hat einfach im Klassenzimmer keinen emotionalen Neuigkeitswert und verankert sich so nur schwer und mühsam im Gedächtnis wenn die notwendige Begeisterung und das Interesse fehlt. Ungefähr so phantastisch pragmatisch arbeitet unser Gehirn, aber wie spielt die Seele nun damit zusammen?

Auf der synaptischen Basis des Gehirns laufen komplexe Schaltvorgänge ab. Allerdings handelt es sich nicht um Ein-und-Aus-Schalter, wie beim Fernseher oder Lichtschalter. Vielmehr laufen hier statistische und quantenmechanische Prozesse ab. Genau hier befindet sich eine wichtige Schnittstelle zwischen Körper, Gehirn und Seele. Unser Gehirn ist sozusagen die Schnittstelle zur Seele, die Schnittstelle zum Bewusstsein und unseren Erinnerungen. Die im physischen Körper gemachten Erfahrungen werden über die feinen elektromagnetischen Inpulse in ihren feinstofflichen Energiekörper übertragen. Gleichzeitig können wir lernen, einige Bilder und Gedanken des Astralkörpers zu empfangen wie es z.B. Hellseher, Wahrsager oder auch Schamanen praktizieren, indem sie ihr Gehirn in eine andere Grundfrequenz bringen (z.B. der Alpha- oder Theta-Zustand).

Wenn unser physischer Körper, auch unser Gehirn stirbt, verbleiben die neuronal und synaptischen Informationen im feinstofflichen Abbild des Energie- und Astralkörper, unserer Seele.

Aus diesem Grund ist ein gesundes, waches und aufmerksames Gehirn auch eine wichtige Grundvoraussetzung für das Erleben spiritueller Erfahrungen der Seele. Allerdings gelangen diese spirituellen Wahrnehmungen nur in unser Bewusstsein, wenn wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf die Aussenwelt richten sondern auf unser Innerstes. Genau diese Erkenntnis vom Zusammenspiel von Gehirn und Seele zieht sich durch die gesamte Esoterik hindurch.

Vielleicht werden in Zukunft auch die Naturwissenschaften nicht nur unserem Gehirn ihre Aufmerksamkeit widmen, sondern auch unserem höheren Ich, unsere Seele.