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Die Macht der Gedanken

Die Macht der Gedanken, wie oft wird sie von uns unterschätzt. In jeder wachen Sekunde unseres Lebens richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge, von denen wir im Augenblick den meisten Nutzen erwarten. Wir hoffen, glauben und erwarten, wir ersehnen, träumen und wünschen. Wir vergessen dabei oft, dass sich das erweitert und in unserem Leben mehr Bedeutung gewinnt, worauf wir vermehrt unsere Aufmerksamkeit richten.

In der Schule, in wissenschaftlichen Abhandlungen und durch unsere Erziehung bekommen wir das Dogma vermittelt, dass Glück. Erfolg und Zufriedenheit nur durch harte Arbeit, Anstrengung und Selbstaufgabe erreicht werden kann. Unsere Umwelt verändert sich so nur durch äußere Umstände und unsere tatkräftigen Handgriffe. Unser Bewusstsein, gefangen und geschützt in den Tiefen unseres Schädelknochens, wird isoliert wahrgenommen und kann nur durch die zahlreichen Nervenverbindungen zu unseren Sinnen und unseren Muskeln mit der Aussenwelt in Verbindung treten. Erkenntnisse der Quantenphysik, und über diese hat sich bereits Albert Einstein den Kopf zerbrochen, belegen jedoch eine darüberhinausgehende Verbindung zwischen dem Bewusstsein und unserer Umwelt.

Zur Erforschung des Lichts haben sich Physiker des vergangenen Jahrhunders ein spannendes Experiment einfallen lassen: Das Doppelspalt-Experiment. Dabei werden Photonen eines Lasers (kohärentes Licht) durch einen oder zwei Spalten geschickt. An der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Photoplatte. Wenn man ein Lichtteilchen dabei beobachtet, durch welchen Spalt es durchgeht verhält es sich wie ein Teilchen. Richtet man jedoch seine Aufmerksamkeit nicht auf diese Frage (und genau darin besteht der einzige Unterschied zu der ersten Versuchsanordnung), dann verhält es sich wie eine Welle, es verhält sich dann plötzlich so, als ob es beide Spalten gleichzeitig passiert. Allein die Erwartungshaltung (der Gedanke) des Beobachters, macht das Licht zu einen Dinge, etwas Deterministischen. Die Macht der Gedanken ist somit wissenschaftlich schon lange bekannt.

Das große Geheimnis dabei besteht darin, dass dieser Effekt nicht nur bei mikroskopischen Zuständen auftritt, sondern auch bei makroskopischen. Wenn in unserem Leben demnächst zwei gleichwahrscheinliche Ereignisse eintreten können, so bewirkt ein einzelner Gedanke, eine feste Absicht und Vorstellung von einem dieser beiden Ereignisse, dass sich die Wahrscheinlichkeit zugunsten dieses Ereignisses entscheidend erhöht – genau dieses Ereignis wird sich dann auch in unserem Leben auskristallisieren. Dabei haben wir noch kein Wort gesprochen und keinen Muskel bewegt. Allein die Absicht, allein der Gedanke reicht aus, um Macht über unsere Umwelt auszuüben.

Wenn wir etwas erwarten, wird sich dies mit ziemlich großer Sicherheit in unserem Leben ausdrücken. Die Macht der Gedanken, das gilt sowohl für negative als auch für positive Dinge.

In der Praxis bedeutet dies, dass viele Dinge in unserem Leben stattfinden, einfach aus dem Grund heraus, weil wir sie erwarten. Wenn wir intensiv über einen alten Schulfreund nachdenken, dann wird uns dieser demnächst rein zufällig über den Weg laufen. Wenn wir ständig auf zu spät kommende Züge schimpfen werden wir auch diejenigen sein, deren Züge tatsächlich ständig zu spät kommen. Dies wird sich erst ändern, wenn wir das Nützliche und Positive an dieser Zwangspause entdecken. Wenn wir allein sind, und uns nach einer Partnerschaft sehnen, aber ständig über die Vergangenheit und Möglichkeit nachdenken, dass wir enttäuscht werden, dann werden genau diese enttäuschenden Partner mit genau diesem Charakter auch in unser Leben treten.

Die Macht der Gedanken – durch Bewusstsein können wir ihre Kraft für uns nutzen.