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Die Druiden

Die Druiden der Kelten und Germanen waren die Priester ihrer Stämme. Sie waren jedoch auch Heiler, Lehrer, Magier und Richter. Sie verehrten die Natur und die Naturwesen, sie waren die Weisen und Gelehrten ihres Stammes.

Die Bezeichnung Druide bedeutet wahrscheinlich soviel wie Eichenkundiger. Bäume und Kräuter spielten in ihrer Religion eine wichtige Rolle. Ihre Tempel sind die heiligen Haine besonderer Wälder und Kraftorte. In den Bäumen wohnen die Götter, jeder Baum besitzt magische Eigenschaften.

 

Magie der Bäume
Diese Bäume besitzen eine besondere magische Qualität.
(1/ 7) Eiche
Die Eiche gilt bei den Druiden als König des Waldes. Sie ist ein Symbol der Weisheit und Inspiration. Wer eine Eiche umarmt und ihr eine Frage stellt, der erhält im Traum später die Antwort.

Sie verleiht Mut, Hoffnung und Kraft. Wer fest steht, wie eine Eiche, der hat im Leben Erfolg und Bestand.
(2/ 7) Buche
Die ist eine Baum der Vernunft und der Klarheit. Sie unterstützt unsere Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin.

Vor einer falschen Entscheidung sollte man den Rat einer Buche einholen. Sie schützt uns vor falschen überstürzten Entscheidungen.
(3/ 7) Birke
Die Birke ist ein Baum der Bescheidenheit und Weisheit. Sie verleiht uns Kraft und Lebensenergie.

Wenn man sich schlapp und müde fühlt kann man die Aura einer Birke aufsuchen. Die Birke gilt auch als Vermittler des Jenseits und des Diesseits.
(4/ 7) Kastanie
Die Kastanie ist ein Vermittler von Geduld und Einfühlungsvermögen. Wenn wir unruhige Gedanken haben und sich Angstgefühle in uns ausbreiten, so kann die Kastanie Ruhe, Frieden und Geborgenheit vermitteln.

Als Heilpflanze tut sie uns bei Bronchial- und Atemwegsbeschwerden gut.
(5/ 7) Haselnuss
Die Haselnuss ist eine wichtige druidische und magische Pflanze. Der ursprungliche Name ist Coll, dies bedeutet Gefäss des Wissens.

Ihr Holz ist ausgezeichnet zur Anfertigung von Wünschruten geeignet. Sie hat eine sehr stabilisierende Qualität und schützt vor negativen Energien des Jenseits. Die Haselnuss ist auch ein magischer Heckenstrauch der Hexen und Heilerinnen.
(6/ 7) Apfelbaum
Der Apfelbaum gilt als Symbol der Unsterblichkeit. Der Apfelbaum ist eigentlich ein Rosengewächs, ein Symbol für Liebe und Weisheit.

In der Artussage bedeutet das mystische AVALON soviel wie Apfelinsel. Nicht nur wegen des hohen Vitamin C - Gehalts sind Äpfel auch ein wichtiges Heilmittel.
(7/ 7) Tanne
Die Tanne ist auch im Winter grün. Grosse Tannen galten bei den Germanen als heilige Wohnsitze der Götter. Sie fördert das seelische Gleichgewicht und verschafft eine innere Ruhe. Die ätherischen Öle der Tannennadel sind wohltuend und beruhigend für die Atemwege.

Sowohl in keltischen als auch in schamanischen Kulturen wird das Harz der Tanne zu Räucherzwecken verwendet.
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Das Geheimwissen der Druiden ist leider weitgehend verloren gegangen. Es wurde nur mündlich weitergegeben und durch die Verdrängung und Verdünnung der keltischen und germanischen Ur-Kultur ist ein Grossteil ihres Wissen verschwunden. Die wenigen Aufzeichnungen und das Wissen ihrer Kultur stammt aus dem römischen Reich sowie aus archäologischen Ausgrabungen.

Nur Männer (oder Frauen) mit mehreren Berufen und Fähigkeiten konnten in den Druidenstand aufgenommen werden. Eine Zeit lang galten die Druiden als eine Art Adelsgeschlecht, ihre Berufung war somit in dieser Phase auch von ihrer Geburt abhängig. Sie waren die Weisen ihres Stammes, Lehrer der jungen Leute und gerechte Richter. Innerhalb des Stammes waren sie die Führer, nur im Aussenverhältnis waren die Stammesfürsten und Häuptlinge bei politischen Fragen verantwortlich.

Auch aus den Asterix-Comics (Miraculix) kennt man sie als weiss-gewandete Männer mit langen Bärten. Mit einer goldenen Sichel ernteten sie die Mistel-Gewächse, denen sie eine besondere Heilkraft zugesprochen haben. Mistelgewächse sind eigentlich parasitäre Baumgewächse, die auch in der Winterzeit, wenn der Baum keine Blätter mehr trägt, noch grün sind und somit die Lebenskraft symbolisieren. Zudem ist der Wuchs der Misteln in ihrer Struktur sehr ungewöhnlich, fraktal und einzigartig.

Das Kräuterwissen war bei den Druiden heilig. Sie glaubten an die Wiedergeburt und verehrten die Natur. Wahrscheinlich kannten sie auch Rezepturen für psychoaktive Zaubertränke die den Zugang zur Zwischenwelt der Schamenen sowie erweiterte Bewusstseinszustände ermöglichten.

Neuzeitliche Druiden

Die neuzeitlichen Druiden können sich leider nicht mehr auf eine lückenlose Tradition berufen. Auch sie entnehmen ihre Rituale und Praktiken aus Überlieferungen der Forschung und Geschichtsschreibung. Die Einweihungs-Kette ist leider abgerissen.

Es existieren viele neuzeitliche Druiden-Praktiken. Einige sind ähnlich strukturiert wie die Logen der Freimaurerei. Statt Logen bezeichnen sie ihre Zusammenkünfte und Rituale als Haine und lassen diese unter freiem Himmel stattfinden.

Interessanterweise sind die meisten neuzeitlichen Druiden Einzelgänger. Meistens handelt es sich dabei um einen normalem Menschen, die eines Tages bei einem Waldspaziergang von den Naturgeistern darauf aufmerksam gemacht wird, dass er sich an einem besonderen Ort im Wald aufhält, an denen sich viele Naturwesen aufhalten. Sie werden eingeladen, der Hüter dieses heiligen Haines zu werden und auf ihn aufzupassen. Diese Druiden besuchen ihren heiligen Hain regelmäßig und achten auf ihn. Ihnen würde niemals in den Sinn kommen, dass ihnen der Hain gehört, sie sind lediglich auserwählte Wächter. Die Aufgabe dieser Druiden besteht darin, auf die spirituelle Reinheit des Ortes aufzupassen. Für Uneingeweihte ist es meistens nicht ersichtlich, dass sie sich gerade an einem heiligen Ort aufhalten.

Warum hast Du diesen Artikel bis hierhin durchgelesen? Bist Du vielleicht auch von Naturwesen eingeladen, auf einen heiligen Hain aufzupassen? Es gibt keine Zufälle! Vielleicht bist Du ja auch schon bald ein Wächter? Druiden waren übrigens nicht nur Männer sondern auch Frauen, man nannte sie Druden. Die Naturwesen freuen sich übrigens, wenn man Tannenzapfen oder Zweige zu schönen Spiralen anordnet und auslegt, sie fühlen sich dann geehrt und treten dann leichter in Kontakt mit besonders feinfühligen Menschen.