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Der Gottesbeweis

Der mathematische Gottesbeweis von Kurt Gödel wurde jetzt von Computer-Wissenschaftlern als korrekt eingestuft:

Gottesbeweis von Kurt Gödel

Was wurde hier tatsächlich bewiesen?

Zunächst sollte man sich klar machen, dass Mathematik eine Strukturwissenschaft ist. Die Annahmen der Mathematik basieren nicht auf naturwissenschaftlichen Messungen (wie in der Physik), sondern auf sogenannten Axiomen. Axiome ist im Prinzip Annahmen, die als wahr vorausgesetzt oder so definiert werden. Das gilt auch für den Gottesbeweis.

Wenn ich also ein Axiom postuliere, dass z.B. die Zahl 1 gleichzusetzen ist mit Gott, dann brauche ich mathematisch nur noch zu beweisen, das die Zahl 1 Bestandteil eines Zahlenkörpers ist (z.B. der natürlichen Zahlen) – QED – Quot erat demonstrandum. Diese Beweisführung ist trivial. Der Gottesbeweis durch Kurt Gödel kommt ebenfalls nicht ohne neue Axiome und Annahmen aus. Bei Gödel wird Gott als die Essenz aller positiver Eigenschaften definiert: „Eine gottesähnliche Existenz enthält alle positive Eigenschaften“.

Diese Definition ist ziemlich ungenau. Die heiligen Schriften sind voller Andeutungen, dass Gott durchaus auch negative Eigenschaften verkörpert. Dies gilt für einen personifizierten Gott. Für einen Sünder, der sich an bestimmte Gebote Gottes nicht gehalten hat, droht eine unangenehme Bestrafung, z.B. durch Hölle, Armageddon oder einer erzwungene Reinkarnation in niedrigere Lebewesen.

Wahrscheinlich ist die Existenz Gottes viel einfacher zu beweisen – durch das Christus-Bewustsein. Das Christus-Bewusstsein ist durch und durch positiv, es ist Liebe in Reinstform. Das Christus-Bewusstsein hat eigentlich nicht viel mit Gott zu tun, eher mit der Essenz positiver Eigenschaften und bedingungsloser Nächstenliebe. Der Gottesbeweis kann durch das Christus-Bewusstsein nicht analytisch berechnet, sondern nur Erfahren werden.

Die Mathematik hilft uns bei erfahrbaren Konzepten nicht weiter. Den Gottesbeweis muss wohl jeder spirituelle Mensch für sich persönlich finden!

Weitere Informationen auf Wikipedia: Gottesbeweis